Einladung: Transportanwalt Schärmer beim Spezialseminar der WKO Niederösterreich und Wien, Spedition und Logistik

Ist Ihr Container wirklich ausreichend versichert?
Haftungen und Versicherungen für Spedition und Logistik


Montag, den 26. November 2018, um 18.00 Uhr
Spartenhaus der Wirtschaftskammer Wien
Blauer Saal (4. Stock), Schwarzenbergplatz 14 | 1040 Wien

 

PROGRAMM

Begrüßung:
KommR Dkfm. Harald Bollmann | Fachgruppenobmann Wien
KommR Alfred Wolfram | Fachgruppenobmann NÖ

Vortrag:
Michael Hauswirth, Geschäftsführer Schunck Group Austria; 
Dr. Dominik Schärmer, Rechtsanwalt 
 
Haftungen & Versicherungen für Spedition & Logistik:
Randthema oder wichtiger Unternehmensschutz? 

  • wichtige Deckungsbausteine,
  • klarer und umfassender Versicherungsschutz,
  • gefährliche Ausschlussgründe und
  • nicht klar definierte Obliegenheiten

In unserer Veranstaltung wollen wir auch anhand von Beispielen aus der Praxis zeigen, wie wichtig – über die Transportversicherung hinaus! – die Textierung von Versicherungspolizzen in Spedition und Logistik ist.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 
Anmeldungen bitte an: spediteure@wkw.at
bis spätestens 22. November 2018.

Achtung – letzte Chance vor Inkrafttreten der DS-GVO!!! Spezialseminare zur Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) nun auch in Krems und Wien

I. Spezialseminare zur Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) für Transportunternehmen in Krems und Wien

Aufgrund der hohen Nachfrage und des positiven Feedbacks unseres Seminares zur DS-GVO für Transportunternehmen bieten wir zwei weitere Termine zu u.a. folgenden Fragestellungen an:

Wie kann ich das komplexe Thema in meinem Transportunternehmen konzentriert bewältigen?
Wo sind die ersten und größten Problemfelder?

Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen!

Vortragende

Dr. Dominik Schärmer
Strafrisiko aus der Sicht des Rechtsanwalts

Walter Kirchmayr
Zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Dr. Christian Spendel
Erster Erfahrungsbericht aus einem Transportunternehmen

Termin: 26.04.2018, 14:00-17:00 Uhr
Ort: Wirtschaftskammer Niederösterreich – Bezirksstelle Krems
Drinkweldergasse 14, 3500 Krems
Hier anmelden!

Termin: 17.05.2018, 14:00-17:00 Uhr
Ort: Wirtschaftskammer Wien
Schwarzenbergplatz 14, 4. Stock, 1040 Wien
Hier anmelden!


II. Neue Anmeldung zum Newsletter erforderlich!

Ab 25.05.2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) unmittelbar anwendbar. Aufgrund dieser zwingenden Vorgaben müssen wir eine Umstellung unseres Newslettersystems vornehmen. Wenn Sie weiterhin von uns über Themen des Transportrechts, Speditionsrechts sowie Logistikrechts aktuell informiert werden wollen, laden wir Sie ein, sich bei unserem Newslettersystem neu anzumelden. Wichtig ist, dass Sie der Datenschutzerklärung bei der Anmeldung zustimmen.

Wenn Sie sich nicht über unser Newsletterportal https://www.schaermer.com/#newsletter neu anmelden, dürfen wir Ihnen aufgrund der neuen Rechtslage künftig keine Newsletter mehr zusenden!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Newsletter wieder abonnieren und die dafür erforderliche Datenschutzerklärung abgeben.

Neu- Anmeldungen unter:

https://www.schaermer.com/#newsletter

Vorsicht! Neue Rechtslage im Datenschutzrecht!

I. !!!Letzter Newsletter der Transportrechtskanzlei Schärmer!!! Neue Anmeldung zum Newsletter erforderlich!

Als eine der führenden österreichischen RA-Kanzleien im Transportrecht informieren wir Sie topaktuell über Änderungen der rechtlichen Gegebenheiten sowie über interessante Entscheidungen in der Transport- und Speditionsbranche. Unsere Highlights in den letzten 12 Monaten  waren:

  • EuGH Urteil: LKW-Fahrer dürfen regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbringen!
  • Probleme mit dem Risikoeinstufungssystem!
  • Lohn- und Sozialdumping! ZKO-Meldeformular
  • Haftungsgefahr für den Spediteur bei Container-Transporten!

Ab 25.5.2018 ist die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) unmittelbar anwendbar. Aufgrund dieser zwingenden Vorgaben müssen wir eine Umstellung unseres Newslettersystems vornehmen. Wenn Sie weiterhin von uns über Themen des Transportrechts, Speditionsrechts sowie Logistikrechts aktuell informiert werden wollen, laden wir Sie ein, sich bei unserem Newslettersystem neu anzumelden. Wichtig ist, dass Sie der Datenschutzerklärung bei der Anmeldung zustimmen.

Wenn Sie sich nicht über unser Newsletterportal https://www.schaermer.com/#newsletter neu anmelden, dürfen wir Ihnen aufgrund der neuen Rechtslage künftig keine Newsletter mehr zusenden!!!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Newsletter wieder abonnieren und die dafür erforderliche Datenschutzerklärung abgeben.

Neu- Anmeldungen unter:

https://www.schaermer.com/#newsletter

II. Spezialseminar zur Datenschutz­grundverordnung (DS-GVO) für Transport­unternehmen

Wie kann ich das komplexe Thema in meinem Transportunternehmen konzentriert bewältigen?
Wo sind die ersten und größten Problemfelder?

Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen!

 

Vortragende

Dr. Dominik Schärmer
Strafrisiko aus der Sicht des Rechtsanwalts

Walter Kirchmayr
Zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Dr. Christian Spendel
Erster Erfahrungsbericht aus einem Transportunternehmen

Termin: 05.04.2018 , 14:00 – 17:00

Ort: UEBEX Competence Center
Kreuzstraße 32, 4860 Lenzing

Anmeldungen unter:

https://www.schaermer-spendel.at/seminar/spezialseminar-datenschutzgrundverordnung-transportunternehmen/

Brandaktuelles EuGH-Urteil: LKW-Fahrer dürfen regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbringen!!

In seinem Urteil vom 20.12.2017 (C-102/16) hat der EuGH die Verordnung 561/2006, welche die Sozialvorschriften im Straßenverkehr harmonisiert, dahingehend ausgelegt, dass LKW-Fahrer ihre regelmäßige wöchentliche Ruhezeit von mindestens 45 Stunden nicht im Fahrzeug verbringen dürfen.

Dies wird mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fahrer sowie der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit begründet.

Die reduzierte wöchentliche Ruhezeit von weniger als 45 Stunden darf weiterhin im Fahrzeug verbracht werden, sofern dieses über geeignete Schlafmöglichkeiten für jeden Fahrer verfügt und nicht fährt.

Hinsichtlich der Festlegung geeigneter Sanktionen verfügen die Mitgliedsstaaten über einen Ermessensspielraum. Die Sanktionen haben jenen zu ähneln, welche bei gleichartigen Verstößen gegen das nationale Recht gelten.

Den gesamten Text der EuGH-Entscheidung finden Sie hier.

News zum Risikoeinstufungssystem

Transportanwalt Schärmer im Interview mit WKO.tv im Rahmen der Frächtertagung 2017 im Cargo Center Werndorf

mehr dazu im WKO.tv (Film von WKO.tv): Zum Video

Ausweitung des Risikoeinstufungsystems – Transportanwalt Schärmer informiert über die aktuelle Rechtslage

  • Ausweitung mit 1. Juli 2017
  • Berücksichtigung von Positivkontrollen in Zukunft gesetzlich verankert

Mehr dazu unter:

PowerPoint-Präsentation

Eilmeldung zum ZKO-Meldeformular!

Das ZKO-Meldeformular für die ab 1.6.2017 geltende Rechtslage ist zum heutigen Zeitpunkt (29.5.2017; 12:00 Uhr) noch nicht abrufbar.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz hat uns aber am Freitag, den 26.5.2017 bekannt gegeben, dass das neue ZKO-Meldeformular für den Transportbereich auf der Homepage www.bmf.gv.at und eine aktualisierte Information zum Transportbereich auf www.entsendeplattform.at auf Basis des Gesetzesbeschlusses zeitgerecht mit 1.6.2017 zur Verfügung stehen werden.

Top News zum Lohn- und Sozialdumping: Erleichterungen für die Transportwirtschaft ab 1.6.2017!!

Meldepflichten nach dem LSD-BG ab dem 1.6.2017

  • Sonderregelung für den Transportbereich ab 1.6.2017
  • nach § 19 Abs. 6 wird ein Abs. 7 angefügt
  • diese ergänzende Bestimmung berücksichtigt die Besonderheiten in der Transportwirtschaft
  • wesentliche Erleichterungen ab 1.6.2017

„Pauschalmeldung“ bzw. „Sammelmeldung“

  • 1 Meldung für den Zeitraum von 6 Monaten
  • Einzelmeldungen entfallen komplett
  • kein detaillierter Einsatzplan vorgesehen
  • Inhalt dieser Meldung:
    • Arbeitgeberdaten (Name, Anschrift, Gewerbeberechtigung, UID Nummer etc.)
    • Fahrerdaten (Staatsangehörigkeit, SV-Nummer, Geburtsdaten etc.)
    • Kennzeichen der Fahrzeuge
    • Höhe des Entgelts nach den Rechtsvorschriften in Österreich und Beginn des Arbeitsverhältnisses beim genannten Arbeitgeber
    • Art der Tätigkeit und Verwendung (LKW-Lenker) etc.
    • Bekanntgabe der ausländischen Behörde, wenn für die Beschäftigung eine behördliche Genehmigung erforderlich ist (Abschrift der Genehmigung) etc.
  • Abschaffung der (bisherigen) Meldeverpflichtungen zum
    • inländischen (und ausländischen) Auftraggeber
    • Beginn und voraussichtliche Dauer der Beschäftigung in Ö
    • Dauer und Lage der vereinbarten Arbeitszeit
    • Beschäftigungsort

Erforderliche Meldeunterlagen im Lkw ab 1.6.2017

  • Arbeitsvertrag/Dienstzettel/Arbeitsaufzeichnungen in Deutsch oder Englisch
  • Bestätigung der Sozialversicherung A1
  • Entsendemeldung
  • keine Mitführverpflichtung mehr für
    • Lohnunterlagen (Zahlungsbelege, Überweisungsbelege, Einstufungsbelege für den KV)
    • über Aufforderung der Behörde müssen diese der Abgabenbehörde übermittelt werden
  • daher: Bereithaltepflicht dieser Unterlagen durch den Arbeitgeber

Neue Rechtslage: Haftungsgefahr für den Spediteur bei Container- und WAB-Transporten! Verschärfung für den Transportunternehmer: Ein schwerster Verstoß = Konzessionsentzugsverfahren! Risikoeinstufungssystem: Auswirkungen und Folgen für den Verkehrsunternehmer!

Neue Rechtslage: Haftungsgefahr für den Spediteur bei Container- und WAB-Transporten ab 7.5.2017!

Vorsicht: Ab 7.5.2017 gelten neue Pflichten für den Spediteur bei CONTAINER- UND WAB-TRANSPORTEN! Bei fehlenden oder unrichtigen Angaben haftet der Spediteur für Strafen bei Überladungen!

Die neue Bestimmung im KFG (§ 101a Abs 1 bis 3) lautet wie folgt:

Gewichtsangaben bei Containertransport

101a. (1) Bei der Beförderung von Containern und Wechselaufbauten mit Kraftfahrzeugen auf der Straße hat der Spediteur dem Transportunternehmen, dem er die Beförderung eines Containers oder eines Wechselaufbaus anvertraut, eine Erklärung auszuhändigen, in der das Gewicht des transportierten Containers oder Wechselaufbaus angegeben ist. Als Spediteur gilt die rechtliche Einheit oder natürliche oder juristische Person, die auf dem Frachtbrief oder einem gleichwertigen Beförderungspapier als Spediteur angegeben ist und/oder in deren Namen oder auf deren Rechnung ein Beförderungsvertrag geschlossen wurde.

(2) Das Transportunternehmen gewährt Zugang zu allen vom Spediteur bereitgestellten einschlägigen Dokumenten. Der Lenker hat diese auf Fahrten mitzuführen und den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes oder der Straßenaufsicht auf Verlangen zur Überprüfung auszuhändigen.

(3) Fehlen die in Abs. 1 genannten Informationen oder sind sie falsch und ist das Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination überladen, so ist das als Verwaltungsübertretung sowohl dem Spediteur als auch dem Transportunternehmen zuzurechnen.

Diese Bestimmungen treten mit 7.5.2017 in Kraft.

Der Spediteur muss daher dem Transportunternehmer eine Erklärung aushändigen, in der das Gewicht des transportierten Containers oder Wechselaufbaus angegeben ist. Die Übergabe eines CMR Frachtbriefes mit dem Vermerk der Gewichtsangaben reicht ebenso aus, wie eine Ladeliste. Wichtig ist, dass Gesamtgewicht des übergebenen (laut Gesetz: anvertrauten) WAB bzw. Containers auch tatsächlich stimmen. Die geladenen Packstücke müssen daher mit dem Leergewicht des Containers bzw. WAB richtig addiert werden.

Wenn der Spediteur die Aushändigung einer derartigen „Gewichtserklärung“ unterlässt, oder seine Angaben falsch sind und dadurch das Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination überladen wird, so ist diese Verwaltungsübertretung dem Spediteur und dem Transportunternehmer zuzurechnen.

Nach dem eindeutigen Wortlaut dieser Bestimmung ist diese Verpflichtung nicht auf die Übergabe von Anhängern oder Sattelanhänger auszuweiten. Meiner Meinung nach kann diese Bestimmung auch dann nicht greifen, wenn ein Transportunternehmen mit seinem Motorwagen und einem bereits darauf befindlichen WAB oder Container an der Laderampe andockt und der Spediteur Frachtgut auf dieses Fahrzeug verlädt. In derartigen Fällen kommt es nicht dazu, dass der Spediteur dem Transportunternehmer die Beförderung eines Containers oder Wechselaufbaus im Sinne des Wortlautes des § 101a Abs 1 bis 3 KFG anvertraut.

 

Verschärfung für den Transportunternehmer: Ein schwerster Verstoß = Konzessionsentzugsverfahren!

Ein schwerster Verstoß = Konzessionsentzugsverfahren 

Die neue EU Verordnung gilt ab 1. Jänner diesen Jahres (VO EU 2016/403)

  • ursprüngliche „Todsündenliste“ wird dadurch erweitert
  • aus ursprünglich 7 gelisteten Verstößen werden nun 130 gelistete Verstöße
  • Bewertungssystem für alle schwerwiegenden Verstöße gegen Unionsvorschriften im gewerblichen Straßenverkehr

Unterteilung der häufigsten Verstöße in 3 Kategorien (Anlage I VO EU 2016/403)

  • SI (serious infringement) = schwerwiegender Verstoß
  • VSI (very serious infrigement) = sehr schwerwiegender Verstoß
  • MSI (most serious infrigement) = schwerster Verstoß

Faustregel nach der neuesten Rechtslage: Ein schwerster Verstoß (MSI)= Einleitung eines Entziehungsverfahrens!

 

Was führt in der Praxis zwingend beim ersten Mal zum Entziehungsverfahren?

  • Überschreitung der Höchstlenkzeiten in der Woche oder Doppelwoche um 25 %
  • Überschreitung der zulässigen Tageslenkzeit um mindestens 50 %, also 4,5 bzw. 5 Stunden Überlänge
  • Fahrten mit manipulierten Fahrtenschreiber, Fälschung der Schaublätter oder der Fahrerdaten
  • Einsatz einer gefälschten oder erschlichenen Fahrerkarte
  • Einsatzkarte eines anderen Fahrers
  • Fahrten ohne gültige EU Lizenz
  • Überschreitung des höchstzulässigen Gewichtes um 20 % (N2) (Baustellen, Holztransporte!!)
  • Überschreitung des höchstzulässigen Gewichts um 25 % (N3) (Baustellen, Holztransporte!!)

Besteht ein Risiko auf Entzugsverfahren wirklich nur bei schwersten Verstößen?

  • Nein!
  • Wiederholte Verstöße desselben Schweregrades sind in einen Verstoß der nächsthöheren Stufe umzurechnen
    • 3 Verstöße der 1. Stufe pro Fahrer pro Jahr ergeben einen Verstoß der nächsthöheren, mittleren Stufe
  • das bedeutet weiters für die Praxis:
    • 3 mittlere Verstöße pro Fahrer pro Jahr (3 Verstöße der Klasse VSI) = 1 schwerster Verstoß (MSI)
      • Einleitung Entziehungsverfahren
    • Faustregel: Ein schwerster Verstoß (MSI)= Einleitung eines Entziehungsverfahren

 

Wichtig: Ein Entzug der Gewerbeberechtigung kann nur dann eingeleitet werden, wenn die maßgeblichen Verstöße vom Unternehmer/Verkehrsleiter begangen wurden und die Strafen rechtskräftig sind. Ein Verfahren gegen den Fahrer führt aber in der Praxis regelmäßig auch zu einem Verfahren für den Unternehmer.

 

 

Risikoeinstufungssystem: Auswirkungen und Folgen für den Verkehrsunternehmer

Auswirkungen der Risikoeinstufung für den Verkehrsunternehmer

Woher kommt das Risikoeinstufungssystem?

  • EU-Gemeinschaftsrecht: Richtlinie 2006/22 (Art. 9)
  • Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Errichtung eines Systems für die Risikoeinstufung von Unternehmen
  • Umsetzung der EU-Vorgaben im KFG

Wen trifft die Risikoeinstufung?

  • alle inländischen Unternehmen,
  • leer oder beladen auf öffentlichen Straßen für Beförderungen
    • mit Fahrzeugen der Güterbeförderung über 3,5 t Höchstmasse
    • mit Fahrzeugen der Personenbeförderung mit mehr als 8 Fahrgastplätzen
  • auch Werksverkehr (!)

Risikoeinstufungssystem im Überblick

  • Umsetzung im KFG (§ 103c KFG)
  • Kriterien der Einstufung der Unternehmen:
    • relative Anzahl der Verstöße
    • Schwere der Verstöße
  • Unternehmen mit hoher Risikoeinstufung werden strenger und häufiger geprüft (!)

„Datenfutter“ für die  Kontrolldatenbank

  • rechtskräftige Bestrafungen der Lenker und Unternehmer wegen Delikten (gemäß § 103c Abs. 5 KFG)
    • welche Delikte das sind, wird später noch mit Beispielen erörtert
  • Strafbehörde nimmt Eintragung bei den Daten des Unternehmers vor
    • Name und Geburtsdatum des Fahrers
    • Art und Schwere des Delikts
  • Unternehmen, die nicht im VUR eingetragen sind, werden neu angelegt
  • Rechtsmittel gegen die Eintragung nicht möglich
  • die Eintragung ist die Folge der Bestrafung
  • Einspruch im Strafverfahren daher immer wichtiger
    • Bekämpfung der Qualifikation des vorgeworfenen Delikts
    • der Schweregrad des vorgeworfenen Delikts kann die Konzession kosten!
    • Fahrer müssen Unternehmer sofort informieren!!
  • Unzuverlässigkeit“ eines Verkehrsleiters wird eingetragen
  • Konsequenz: Berufsverbot als Verkehrsleiter in ganz Europa
    • Mitgliedstaaten können dies abrufen
  • Auch alle Positivkontrollen sind einzutragen (kein Verstoß festgestellt)
    • egal wie viele Gegebenheiten, Schaublätter kontrolliert wurden: 1 Kontrolle
  • nur Straßenkontrollen
    • Betriebskontrollen werden nicht erfasst (weder positive noch negative)

Berechnungsfaktoren

Art und Schwere des Verstoßes

  • sehr schwere Verstöße: Faktor 40
  • schwere Verstöße: Faktor 10
  • leichte Verstöße: Faktor 1

zeitlicher Faktor

  • Verstöße im letzten Jahr: Faktor 3
  • Verstöße im vorletzten Jahr: Faktor 2
  • Verstöße im vor vorletzten Jahr: Faktor 1

Berechnungsbeispiel

Im letzten Jahr

5 sehr schwere, 6 schwere, 4 leichte, 6 Kontrollen

5 x 40, 6 x 10, 4 x 1 = 264x 3 (Zeitfaktor) = 792

 Im vorletzten Jahr

1 sehr schwere, 2 schwere, 1 leichte,  4 Kontrollen

1 x 40, 2 x 10, 1 x 1 = 61×2 (Zeitfaktor) = 122

 Im vorvorletzten Jahr

2 sehr schwere, 8 schwere, 15 leichte,  4 Kontrollen

2 x 40, 8 x 10, 15 x 1 = 175 x1 (Zeitfaktor) = 175

792 + 122 + 175 = 1089:14 (Kontrollen)= 77

Alles im grünen Bereich?

  • grüner Bereich = geringe Risikoeinstufung
    • Wert liegt im Bereich der unteren 30 % aller erfassten Unternehmen
  • mittlere Risikoeinstufung
  • roter Bereich = hohe Risikoeinstufung
    • Wert liegt im Bereich der oberen 20 % aller erfassten Unternehmen
  • Gesamtvergleich zwischen allen in der KDB erfassten Unternehmen

Ausführlichere Informationen finden Sie auf dieser Präsentation -> hier klicken!

 

Vortrag Auswirkungen des Lohn- und Sozialdumping Bekämpfungsgesetzes (LSD-BG) auf das Transportgeschäft

Zentralverband Spedition & Logistik

Montag, 24. April 2017

16.00 Uhr – 18.00 Uhr

WIFI der Wirtschaftskammer Salzburg

Lehrsaal A208

Julius Raab Platz 2

A-5027 Salzburg

Seit 1.1.2017 gelten neue Vorschriften zur Bekämpfung des Lohn- und Sozialdumpings in Österreich.

Für den österreichischen Spediteur ergeben sich Auswirkungen

  • Beförderung im Selbsteintritt durch „ausländische Tochter“
  • Spediteur als Auftraggeber von Frachtführern aus Drittstaaten

Der Rechtsanwalt Dr. Dominik Schärmer, Experte im Bereich Transportrecht, gibt im Rahmen seines Vortrags Auskunft zu aktuellen Entwicklungen in den LSD-BG Bereichen

  • Meldepflichten
  • Unterschied Quartalsmeldung zu Sammelmeldung
  • Meldeunterlagen im LKW
  • Welcher Lohn ist mindestens zu bezahlen?
  • Auswirkungen für inländische Auftraggeber
  • Auftraggeberhaftung aus dem LSD-BG im Speditionsgeschäft
  • Anzeige über die Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen.

Der österreichische Gesetzgeber folgt der europäischen Entwicklung in  anderen Staaten

wie z.B.

  •             Deutschland
  •             Frankreich
  •             Italien

Anmeldungen zum Vortrag von Dr. Schärmer können ausschließlich über den Zentralverband Spedition & Logistik bis 19.4.2017 vorgenommen werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt EURO 50,– plus USt.

Zur Anmeldung (ausschließlich über Zentralverband Spedition & Logistik)

Infos zum Vortrag

Newsletter 03/2017

Risikoeinstufungssystem – Veranstaltung am 5. April 2017

EINLADUNG INFO-VERANSTALTUNG Fachgruppe Wien der Transporteure und Wirtschaftskammer Wien

Ein schwerster Verstoß = Konzessionsentzugsverfahren

Mit 1. Jänner 2017 wurde die schon jetzt bestehende Liste der „schwersten Verstöße“ um weitere Vewaltungsdelikte (insgesamt mehr als 20 Delikte) erweitert.

Die Konsequenzen sind auch klar:

Schon EIN Verstoß führt zwingend zum Konzessionsentzugsverfahren!

Was gilt beispielsweise als schwerster Verstoß?

  • Gefahr im Verzug bei schweren Mängeln am Fahrzeug wie Bremssystem, Lenkanlage, Räder/Reifen etc.
  • Fälschung oder Vernichtung der Schaublätter/ Daten der Fahrerkarte
  • Verwendung einer gefälschten oder „fremden“ Fahrerkarte
  • Fahren ohne gültige EU-Lizenz
  • fehlender Fahrtenschreiber/Geschwindigkeitsbegrenzer oder Manipulation der Geräte
  • Überschreitung des höchstzulässigen Gesamtgewichtes (N3) ≥ 20 Prozent

Bitte um Anmeldung unter transporteure@wkw.at bis spätestens Montag, 3. April 2017.

Zur Einladung